Die Sopranistin Paoletta Marrocu besitzt eine Stimme, die sich durch ihre Einzigkeit des Klanges und die Farbe unterscheidet. Sie verleiht den unterschiedlichen Figuren ihres breiten Repertoires eine Vielfalt von Akzenten, Nuancen und Ausdrücken und schenkt ihrem Publikum immer neue und unwiederholbare Emotionen. Mit "sonorer Stimme, die sich ins Theater versetzt und die man hört", verbindet sie die dramatischen Qualitäten "einer Schauspielerin, die sich leicht und zwanglos bewegt und die Hinweise des Regisseurs verwirklichen kann" (G. Landini in L'Opera Anno XVII N. 172). Ein beneidenswertes "Fisique du Rôle" vervollständigt schließlich das Profil dieser Künstlerin, die die Oper in ein echtes "Teatro in Musica" zu verwandeln weiß.
Paoletta Marrocu bekam ihre erste stimmliche Ausbildung bei M° Gustavo Melis und studierte am Conservatorio di Musica in Cagliari mit Lucia Cappellino . Danach hat sie sich bei Renata Scotto perfektioniert. Bereits während ihres Studiums gewann sie 1990 zahlreiche Preise bei internationalen Gesangswettbewerben.
Sie debütierte an den wichtigsten italienischen Theatern wie Mailand, Cagliari, Palermo, Florenz, Ravenna, Parma, Bologna, Verona, Turin, wo sie die unterschiedlichsten Rollen interpretierte: Wally, Santuzza, Aida, Norma, Carmen, Tosca und viele andere. Zwischen 1999 und 2000 startete ihre internationale Karriere.
Seit damals singt sie an den renommiertesten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt wie u.a. in Oslo, an der Opera Foundation in Tokio, an der Bayerischen Staatsoper in München, am Teatro Carlo Felice in Genua, in der Züricher Tonhalle, an der Hamburgischen Staatsoper, an der Wiener Staatsoper, im Teatro Real de Madrid und noch in Barcelona, Washington, Seoul, am Opernhaus Zürich, wo außerdem ihre großartige Interpretation der Lady Macbeth unter der Regie von David Pountney und neben T. Hampson auf DVD verewigt wurde.
1998 wurde Paoletta Marrocu für ihre Leistungen mit dem Titel "Artist for Peace" von der UNESCO Paris ausgezeichnet.
Paoletta Marrocu hat bei vielen Fernseheproduktionen mitgewirkt und hat schon verschiedene CDs, DVDs und VIDEOs aufgenommen unter denen besonders zu erwähnen sind:
- Assassinio nella Cattedrale auf DVD für DECCA, mit R. Raimondi, mit dem "Diapason d'Or" ausgezeichnet;
- Macbeth auf DVD für TDK, mit T. Hampson, R. Scandiuzzi, L. Lima, Regie D. Pountney;
- Cavalleria rusticana, mit Bocelli auf CD für DECCA;
- Teseo Riconosciuto; Il Turco in Italia; Messa e Magnificat von Cavalli auf CD;
- Festliche Operngala der Dt. Aids-Stiftung (mehrere Künstler / SONY) auf CD und DVD.
Nächste Höhepunkte:
2008
- Turandot, Januar - Opernhaus Zürich;
- Falstaff (Alice Ford - Debüt) mit Ruggero Raimondi, Januar - Bari
- Tosca, Februar - Hamburgische Staatsoper;
- Il Tabarro (Giorgetta), März und April - Mailänder Scala, Dirigent R. Chailly, Inszenierung L. Ronconi;
- Macbeth (Lady), April - Mailänder Scala;
- Il Prigioniero (Die Mutter, Debüt), Mai - Mailänder Scala, Dirigent D. Harding, Inszenierung P. Stein;
- Giovanna d'Arco (Debüt), Juni-Juli bei den St- Gallen Festspielen;
- Turandot, Juli - Opernhaus Zürich;
- Nabucco (Abigaille), Oktober - Gran Teatro la Fenice in Venedig;
- Celebrazioni pucciniane, Manon Lescaut (Debüt), November - Teatro del Giglio in Lucca;
- Tre Concerti Pucciniani, Dezember - Las Palmas;
2009
- Turandot , März und April - Wiedereröffnung des Teatro Petruzzelli di Bari;
- Turandot , Mai - Opernhaus Zürich;
- Cavalleria Rusticana (Santuzza), Juny-Juli, Neuproduktion von Grischa Asagaroff - Opernhaus Zürich;
- Tosca, Oktober - Hamburgische Staatsoper;
- Arrigo Boitos Nerone (Asteria-Debüt) , November - Teatro Comunale di Bologna, Ugo de Hanas Neuproduktion mit José Cura;
- Tabarro (Giorgetta), Dezember - Las Palmas;
2010
- Il Prigioniero (La Madre), Februar und März - De Nederlandse Oper (Produktion der Scala di Milano);
- Falstaff (Alice Ford), Dezember - Las Palmas;
2011
- Verdis Un Giorno di Regno (La Marchesa del Poggio-Debüt) - Teatro Regio di Torino;
2012
- Cavalleria Rusticana (Santuzza) - Liceu de Barcelona;